Kleine Weinschule

Herzlich Willkommen! Unsere kleine Weinschule ist ein wunderbarer Ort um eine faszinierende Reise zu beginnen. Wir schauen uns die wichtigsten Rebsorten an, lernen etwas über Aromen, Säure und Tannine um am Ende die alles entscheidende Frage zu beantworten: Was soll ich trinken? Aber Achtung: Bei diesem Stoff ist man schnell weinifiziert :)

Kleine Weinschule

Herzlich Willkommen! Unsere kleine Weinschule ist ein wunderbarer Ort um eine faszinierende Reise zu beginnen. Wir schauen uns die wichtigsten Rebsorten an, lernen etwas über Aromen, Säure und Tannine um am Ende die alles entscheidende Frage zu beantworten: Was soll ich trinken? Aber Achtung: Bei diesem Stoff ist man schnell weinifiziert :)

Die wichtigsten weißen Reben

Die folgenden drei Rebsorten sind in der Weiß- und Schaumweinwelt besonders gesucht und gefragt. Aus diesen Trauben entstehen die berühmtesten und leckersten Weißweine und Schaumweine der Welt.

  • Sauvignon Blanc

    Was muss ich wissen?

    Sauvignon Blanc ist zusammen mit Chardonnay die wichtigste weiße Rebsorte in der Weinerzeugung. Die Sorte wird mittlerweile weltweit angebaut, hat ihren Ursprung aber in Frankreich. Die Weine zeichnen sich häufig durch eine Stachelbeernote und Aromen von frischer grüner Paprika aus. Die Säure ist etwas stärker als beim Chardonnay, aber deutlich geringer als beim Riesling spürbar.

    Wer soll es probieren?

    Jeder dem die Säure vom Riesling zu sehr sticht, grundsätzlich aber frische, zitrusbetonte Weine mag.

    Und was kommt ins Glas?

  • Riesling

    Was muss ich wissen?

    Riesling hat von allen Rebsorten die ausgeprägteste Säurenote. Die Weine duften und schmecken oft nach Zitrus- und Baumfrüchten. Die Rebsorte ist in Deutschland sehr berühmt und die Weine sind in der Regel nach ca. 5 Jahren trinkreif. Dann ist nämlich die Säure schön ausbalanciert und sticht nicht mehr.

    Wer soll es probieren?

    Jeder der deutschen Wein probieren möchte und offen für eine ausgeprägte Säurestruktur in Verbindung mit Aromen von Baumobst ist.

    Und was kommt ins Glas?

  • Chardonnay

    Was muss ich wissen?

    Chardonnay wird zur Champagner- und Weißweinerzeugung verwendet. Die Weine duften und schmecken oft nach Süßfrüchten wie Banane oder Pfirsich. Es ist weniger Säure als beim Riesling vorhanden. Die besten Weißweine der Welt stammen aus dieser Traube.

    Wer soll es probieren?

    Jeder der Weißwein mag. Wenn Sie keinen Chardonnay mögen, dann mögen Sie vermutlich keinen Weißwein.

    Und was kommt ins Glas?

Die wichtigsten roten Reben

Die folgenden vier Rebsorten sind in den meisten Rotweinen der Welt entweder alleine oder als Zugabe enthalten. Die Spanne geht hierbei vom kernigen, kräftigen Cabernet Sauvignon bis hin zum weichen, geschmeidigen Merlot.

  • Syrah / Shiraz

    Was muss ich wissen?

    Die Rebsorte Syrah, auch Shiraz genannt, ist bekannt für ihre kräftigen und würzigen Weine. Die Trauben haben eine dunkle Farbe und einen hohen Tannin- und Säuregehalt. Typische Aromen und Geschmacksnoten, die man in Syrah-Weinen findet, sind Pfeffer, Paprika, dunkle Beeren wie Brombeeren, Cassis und schwarze Johannisbeeren, sowie Gewürze wie Zimt und Nelken. Die Weine haben oft eine feine Struktur und ein hohes Alterungspotential. Syrah ist eine robuste Rebsorte, die gut an verschiedenen Standorten und Klimazonen angebaut werden kann und die sich gut für die Produktion von Einzellagenweinen eignet. In Frankreich ist Syrah hauptsächlich in der Region Nordrhône bekannt und wird dort für die Weine Hermitage, Côte-Rôtie und Crozes-Hermitage verwendet. In Australien, Südafrika und Südamerika wird die Rebsorte unter dem Namen Shiraz angebaut und produziert oft kräftige und fruchtbetonte Weine.

    Wer soll es probieren?

    Jeder, der an kräftigen und würzigen Weinen interessiert ist, sollte einen Syrah-Wein (=Shiraz-Wein) probieren. Diese Rebsorte ist besonders in Frankreichs Nordrhône-Region bekannt und erzeugt Weine mit Aromen von Pfeffer, Paprika und dunklen Beeren. Syrah- bzw. Shiraz-Weine sind oft körperreich und haben eine gute Tanninstruktur. Sie eignen sich gut zu kräftigen Fleischgerichten wie Rindfleisch oder Lamm.

    Und was kommt ins Glas?

  • Pinot Noir (Spätburgunder)

    Was muss ich wissen?

    Pinot Noir oder auch Spätburgunder wird häufig als König der Rotweine bezeichnet. Die Rebsorte kommt sehr gut mit kühleren Anbaugebieten wie dem Burgund in Frankreich oder Baden, der Pfalz und Rheinhessen in Deutschland zurecht. Als eine von drei zugelassenen Rebsorten für die Champagner-Erzeugung spielt Pinot Noir in vielen Champagner-Abfüllungen eine wichtige Rolle.

    Wer soll es probieren?

    Jeder der einen facettenreichen Rotwein probieren möchte. Pinot Noir eignet sich nicht unbedingt für Weineinsteiger, da die verschiedenen Geschmackseindrücke schnell überfordern können. Hat man sich dann allerdings an Aromen von Kirsche, Erdbeere und zarte Tannine gewöhnt belohnt diese Rebsorte den Gaumen und die Nase mit den besten Rotweinen der Welt. Nach Merlot und Cabernet Sauvignon wollte man unbedingt auch einmal einen Pinot Noir (Spätburgunder) probieren.

    Und was kommt ins Glas?

  • Merlot

    Was muss ich wissen?

    Merlot belegt, gemessen an der Anbaufläche, den zweiten Platz hinter Cabernet Sauvignon. Die Rebsorte stammt ursprünglich aus Frankreich. Die Weine sind sehr weich, vollmundig fruchtig und schmecken dadurch häufig Weineinsteigern besonders gut. Gerbstoffe (Holznoten) findet man hier nicht. Weinprofis ist die Rebsorte alleine verwendet häufig zu "langweilig".

    Wer soll es probieren?

    Jeder der einen runden und fruchtigen Wein ohne Gerbstoffe sucht sollte Merlot probieren. Die ganze Stärke spielt Merlot allerdings in der Kombination mit Cabernet Sauvignon aus. Durch die Zugabe von Merlot wird der Cabernet Sauvignon nämlich weicher und runder, ohne seine interessanten Aromen zu verlieren. Da diese Kombination so beliebt ist hat sie einen eigenen Namen: "Bordeaux-Cuvée" erhalten.

    Und was kommt ins Glas?

  • Cabernet Sauvignon

    Was muss ich wissen?

    Cabernet Sauvignon ist gemessen an der Anbaufläche an der ersten Stelle aller Rebsorten weltweit. Die Weine sind kräftig, weil sie relativ viele Gerbstoffe enthalten. Die Aromen erinnern an sehr dunkle Früchte und die Gerbstoffe geben auch viele Holznoten mit.

    Wer soll es probieren?

    Jeder der einen sehr kräftigen Rotwein probieren möchte. Die Rebsorte, alleine verwendet, produziert sehr kernige und ausdrucksstarke Rotweine mit einer ausgeprägten "Holznote". Besonders empfiehlt es sich bei Cabernet Sauvignon einen Anteil der Merlot Traube hinzuzufügen. Der Merlot-Anteil drängt die Holzaromen zurück und erleichtert den Trinkfluss. Die Kombination aus Cabernet Sauvignon und Merlot nennt sich "Bordeaux-Cuvée".

    Und was kommt ins Glas?